CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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Inklusion mit Augenmaß: Ab kommendem Schuljahr zwei neue Förderschulen im Saarland

Im Saarland werden nach den Sommerferien zwei neue Förderschulen für soziale Entwicklung (Förderschule E) an den Start gehen. Frank Wagner, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, erwartet dadurch große Entlastungen für Lehrkräfte, Eltern und Schüler: „Durch die zunehmende Zahl verhaltensauffälliger Kinder sind viele Schulen an ihre Grenzen gestoßen, die vorhandenen Förderschulen E waren bis zum letzten Platz gefüllt. Das Saarland geht bundesweit einen einmaligen Weg und eröffnet neue Förderschulen, um auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren. Dieses schnelle und effiziente Handeln ist ein Paradebeispiel für ideologiefreie und pragmatische Umsetzung der Inklusion!“

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Große Koalition im Saarland auf Drängen der CDU darauf verständigt, eine neue Förderschule E im Regionalverband Saarbrücken zu errichten. Diese Förderschule öffnet zum kommenden Schuljahr 2019/20 ihre Pforten in Altenkessel. „An diesem Standort war aufgrund der guten Infrastruktur eine schnelle Umsetzung möglich – auch durch gemeinsame Nutzung von Funktionsräumen, Schulhof und Turnhalle der dort bereits bestehenden Förderschule Lernen. Das Bildungsministerium hat hier sehr schnell und strukturiert gearbeitet“, sagt der CDU-Parlamentarier.

Förderschulen: Bestmögliche Rahmenbedingungen schaffen

Darüber hinaus wird es auch im Nordsaarland eine neue private Förderschule für soziale Entwicklung geben. Wagner: „Es war uns enorm wichtig, dass die betroffenen Eltern, Kinder und Lehrer hier nicht im Stich gelassen werden lange Fahrtwege auf sich nehmen müssen.“ Die Jugendhilfe St. Maria in Weiskirchen hatte im Januar einen Antrag auf Neugründung eingereicht. Der Genehmigungsbescheid liegt jetzt vor: Zum 1. August starten zwei Lerngruppen an der ehemaligen Grundschule Rappweiler, wo bis zu 25 Schüler mit Förderbedarf unterrichtet werden können.

„Durch die neuen Förderschulen E sorgen wir für Entlastung der Lehrkräfte und schaffen es, dass Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung angemessen unterrichtet werden“, erklärt Wagner. Er betont jedoch, dass die CDU-Landtagsfraktion sich nach wie vor voll und ganz zur Inklusion bekennt: „Der Besuch einer Förderschule ist keine Einbahnstraße – viele Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung können nach einer gewissen Zeit auch wieder am Unterricht einer Regelschule teilnehmen. Aber: Nicht alle Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung sind am besten in der Regelschule aufgehoben. Wir wollen allen die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihren weiteren Bildungsweg schaffen. Für uns steht das Wohl der Kinder absolut im Mittelpunkt!“

Hintergrund Förderschulen

Bisher gab es im Saarland vier Förderschulen für soziale Entwicklung mit teilweise langen Wartelisten. Gerade im Nordsaarland war die Situation angespannt, da die Förderschule E im Sommer von St. Wendel nach Neunkirchen verlagert wird und die betroffenen Kinder bzw. Eltern aus den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel somit sehr weite Fahrtwege auf sich nehmen müssten.

Am 2. August hat auch die Saarbrücker Zeitung über das Thema berichtet: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/landespolitik/saarland-zwei-neue-foerderschulen-in-rappweiler-und-altenkessel_aid-44705477