CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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05.10.2020

Runder Tisch mit Vertretern der beruflichen Oberstufengymnasien: 3-Säulen-Schulsystem im Blick

Stärkung der beruflichen Oberstufengymnasien als festen Bestandteil in Zukunft des Schulsystems etablieren  

„Die beruflichen Oberstufengymnasien haben, in der aktuellen Debatte um das 9-jährige Gymnasium, die berechtigte Befürchtung hinten runterzufallen. Die Schulform ist erfolgreich und verfügt über wichtige Alleinstellungsmerkmale, die unser Bildungssystem unbedingt braucht. Wir wollen die Debatte als Chance nutzen, diese Schulform weiter zu stärken und auszubauen“, so der bildungspolitische Sprecher Frank Wagner.  

Heute (5.10.) treffen wir uns bewusst zuerst mit Vertretern des beruflichen Oberstufengymnasiums, denn wir wollen im Kontext der Qualitätsoffensive Gymnasium alle Schulformen berücksichtigen, die ihre Schüler zur Allgemeinen Hochschulreife führen. Es soll keine Konkurrenz entstehen. Wir sprechen daher bewusst von einem 3-Säulen-Schulsystem, sagt Bernd Wegner, wirtschaftspolitischer Sprecher.  

Gemeinsam mit dem Input von Gymnasium, Gemeinschaftsschule und beruflichem Oberstufengymnasium sollen im nächsten Schritt die Details des bildungspolitischen Konzepts „Qualitätsoffensive Gymnasium“ der CDU-Landtagsfraktion erarbeitet werden, denn die Schulformen sollen nicht gegeneinander im Wettbewerb stehen, sondern parallel weiterentwickelt werden. „Wir brauchen konkrete Konzepte, um die Akzeptanz innerhalb der Lehrer- und Elternschaft aufzubauen. Über Neuerungen kann nicht auf’s Geratewohl und hopplahopp entschieden werden!“, sagt Wagner entschlossen. 

 

Hintergrund:
Schüler können am beruflichen Oberstufengymnasium ab Klassenstufe 11 einen beruflichen Schwerpunkt wählen und dann die Allgemeine Hochschulreife in 13 Jahren erzielen. In ihrem jeweiligen Schwerpunkt werden Schülerinnen und Schüler speziell in 3 Jahren mit wichtigem Praxisbezug auf die angestrebte Studienrichtung vorbereitet. 

Bestätigt wurde die Besonderheit des deutschen beruflichen Schulsystems durch eine aktuelle OECD-Studie: Die deutsche praxisnahe Schulbildung habe eine Signalwirkung für den Bereich der beruflichen Bildung in Deutschland und der besondere Stellenwert müsse daher erhalten bleiben, so Wegner und Wagner. 

Medienkontakt

 

Sarah Joseph

Pressesprecherin

0681-5002 465

s.joseph@cdu-fraktion-saar.de