CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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Organspende: Widerspruchslösung ist guter Ansatz

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Schäfer, befürwortet die Debatte über die Widerspruchslösung bei der Organspende: „Zu viele Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Angesichts der Tatsache, dass mehr als 10.000 Schwerkranke auf den Wartelisten für ein Spenderorgan stehen und es im vergangenen Jahr gerade einmal 800 Organspender gegeben hat, besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um die Bereitschaft zur Organspende zu stärken. Neben anderen Maßnahmen ist dabei auch die doppelte Widerspruchslösung ein guter Ansatz. So könnten mehr Leben gerettet werden, gleichzeitig hätten die Angehörigen des Spenders auf Wunsch das letzte Wort.“

In den Augen des CDU-Parlamentariers muss dabei allerdings sichergestellt werden, dass niemand zur Organspende gezwungen werde. „Jeder hat das Recht, Nein zu sagen. Wichtig ist, dass die Entscheidung getroffen wird. Leider haben immer noch zu wenige Menschen einen Organspendeausweis und viele Patienten sterben, weil sie kein passendes Organ bekommen. Es ist höchste Zeit, dass wir an die Wurzel des Problems gehen und gemeinsam nach Wegen suchen, um die Zahl der Spender zu erhöhen.“

Widerspruchslösung: Breite gesellschaftliche Debatte nötig

Obwohl Schäfer die Widerspruchslösung als wichtigen Baustein zur Lösung der mangelnden Organspende-Bereitschaft bezeichnet, befürwortet er, dass die Widerspruchslösung nicht Teil des vorgelegten Gesetzentwurfs von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist. Dieser beinhalte auch ohne die Widerspruchslösung viele gute Ansätze. „Was wir brauchen, ist zunächst einmal eine breite gesellschaftliche Debatte über die Organspende. In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass Kliniken, in denen Organe entnommen werden, durch das Gesetz in Zukunft besser vergütet werden. Außerdem bin ich Gesundheitsministerin Monika Bachmann dankbar, dass auf ihre Initiative hin wieder ein anonymisierter Austausch von Dankesbriefen zwischen Organspendern und –empfängern möglich sein wird“, sagt der CDU-Gesundheitsexperte.