CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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Neues Konzept zur FGTS

Der Bildungsarbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion spricht sich für eine Neuausrichtung der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) im Saarland aus. „Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert – das bekommen auch die Schulen zu spüren und müssen entsprechend darauf reagieren. Wir brauchen einen flexiblen Ganztag und ein passgenaues Konzept für die freiwillige Nachmittagsbetreuung. Für die CDU-Landtagsfraktion steht die echte Wahlfreiheit der Eltern im Vordergrund. Deshalb setzen wir uns für eine Gleichwertigkeit von gebundenem Ganztag und FGTS ein“, erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner.

FGTS: brauchen mehr Flexibilisierung

Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass ein neues Modell erarbeitet werden soll, das an insgesamt sechs Standorten (Grundschule, Förderschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium) über einen Zeitraum von zwei Jahren erprobt werden soll. Der Start für das neue Modell ist zum Schuljahr 2019/20 geplant. „Wir dürfen die Entwicklung des Modells nicht auf die lange Bank schieben. Die FGTS ist die meist gewünschte Form der Nachmittagsbetreuung, da viele Eltern Wert auf Freiwilligkeit und Flexibilität legen“, erläutert Wagner. Der CDU-Bildungsarbeitskreis schlägt vor, in Zukunft neben der Kernzeit auch Randzeiten für die freiwillige Betreuung anzubieten. Wagner: „Wir sollten die Betreuungszeiten an die Arbeitszeiten und damit an die Lebensrealitäten der Eltern anpassen. Wenn der Bedarf da ist, wäre eine Frühbetreuung ab 7 Uhr und eine Spätbetreuung bis 18 Uhr sinnvoll.“

Darüber hinaus fordern die CDU-Bildungspolitiker, die Lehrerstunden effektiver zu gestalten: „Die Lehrkräfte sollten nicht nur für starre Hausaufgabenbetreuung eingesetzt werden. Denkbar wären eine Sport-AG, kulturelle Angebote oder eine Lese- bzw. Rechtschreibwerkstatt. Auch die Inklusion muss in der FGTS mehr Unterstützung erfahren. Aus diesem Grund brauchen wir neben einer intensiven Kooperation mit der Jugendhilfe auch Experten von außen: Sozialarbeiter, Schoolworker und Schulpsychologen sollten zu fest vereinbarten Terminen unterstützend hinzukommen.“