Kükenschreddern endlich verbieten

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Kükenschreddern bleibt in Deutschland vorerst erlaubt. Petra Fretter, tierschutzpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, ist enttäuscht über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: „Es ist unmöglich, dass diesem ethisch zutiefst verwerflichen Vorgehen eigentlich bereits 2013 ein Riegel vorgeschoben werden sollte und es angeblich noch immer keine Alternativverfahren gibt. Wir haben als Mensch eine Verantwortung, wie wir mit unserer Umwelt und unseren Mitgeschöpfen umgehen. Das Kükenschreddern ist barbarisch und muss endlich verboten werden. Wir dürfen nicht immer nur über Tierschutz reden, sondern müssen auch entsprechend handeln!“

Hintergrund Kükenschreddern

Rund 45 Millionen männliche Küken werden alleine in Deutschland kurz nach der Geburt getötet. Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 untersagt. Allerdings klagten dagegen mehrere Brütereien – das Oberverwaltungsgericht Münster gab ihnen Recht. Am Mittwoch (13. Juni) urteilte auch das Bundesverfassungsgericht: Für eine Übergangszeit bleibt das Kükenschreddern weiterhin erlaubt. Und zwar solange, bis das Verfahren zur Geschlechterbestimmung auf dem Markt ist. Das Bundeslandwirtschaftsministerium finanziert bereits entsprechende Forschungen. In einer Pressemeldung des Bundesverfassungsgerichtes zur Urteilsbegründung heißt es: „Die bisherige Praxis wurde allerdings – ausgehend von einer damaligen Vorstellungen entsprechenden geringeren Gewichtung des Tierschutzes – jahrzehntelang hingenommen. Vor diesem Hintergrund kann von den Brutbetrieben eine sofortige Umstellung ihrer Betriebsweise nicht verlangt werden.“

 

 

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