Gegen den Missbrauch der „Weißen Rose“: Demokratische Fraktionen im Landtag setzen ein Zeichen

Günter Heinrich, Marc Speicher und Raphael Schäfer
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Gerade die weiße Rose als vermeintliches Trauersymbol in einem Pegida-Aufmarsch zu missbrauchen, ist eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus und der Widerstandskämpfer, die dem Nationalsozialismus die Stirn boten. Im Gedenken an die Opfer und den Widerstand im Nationalsozialismus setzen alle demokratischen Abgeordneten des saarländischen Landtages ein Zeichen. Deutschland und das Saarland dürfen nie mehr rassistischen, antisemitischen, die Menschenwürde missachtenden Ideologien folgen. Der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion Josef Dörr ist in Chemnitz an der Seite von Björn Höcke und dem mehrfach vorbestraften Lutz Bachmann mit dem Zeichen einer weißen Rose in einer Pegida-Demonstration aufmarschiert.

Weiße Rose: Symbol für Widerstand gegen NS-Regime

Das Symbol der „Weißen Rose“ steht für den Widerstand im 3. Reich durch Sophie und Hans Scholl. Willi Graf, Ehrenbürger der Landeshauptstadt Saarbrücken, schloss sich dieser Widerstandsgruppe an. 100 Jahre nach seiner Geburt, im Gedenkjahr für Willi Graf, müssen wir erneut für unsere Demokratie kämpfen und rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Gedanken entgegentreten. Als Parlamentarier stehen wir heute auf und zeigen, dass die „Weiße Rose“ auch weiterhin ein starkes Symbol gegen die Verbrechen des NS-Regimes ist und wir den Missbrauch niemals dulden werden.

Hintergrund

CDU, SPD und Linke haben sich in der heutigen Plenarsitzung mit dem Tragen einer weißen Rose an das Gedenkjahr für Willi Graf und seinen Widerstand gegen das NS-Regime erinnert.

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