CDU fordert ehrliche Diskussion über Apotheker-Honorare und saarländisches Arzneimittel-Lager

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Zahlreiche Apotheken bleiben am morgigen Mittwoch geschlossen. Die Apothekerinnen und Apotheker protestieren auf diese Weise gegen zunehmend schlechtere Rahmenbedingungen. Zu diesem Apotheken-Protesttag erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald:

„Die Entwicklung der Apotheken in unserem Land ist besorgniserregend. Viele teils lebens- und überlebenswichtige Medikamente sind nur noch schwer erhältlich. Seit 20 Jahren wurden die Honorare für verschreibungspflichtige Medikamente nicht mehr angepasst, obwohl die Kosten für die Apotheken deutlich gestiegen sind und auch in diesem Bereich ein erheblicher Mangel an Fachkräften besteht. All diese Bedingungen haben mit dazu geführt, dass die Zahl der Apotheken, gerade im ländlichen Raum, in den letzten Jahren bereits stark zurückgegangen ist. Um in dringenden Fällen eine Notdienst-Apotheke zu finden, müssen insbesondere die Menschen im Nord-Saarland schon jetzt oft mehr als 40 Kilometer zurücklegen.

Diese Situation droht sich zunehmend zu verschärfen, wenn nicht gezielt gegengesteuert wird. Ein weiteres Apothekensterben wäre die Folge, denn hinzukommt, dass viele Inhaber von Apotheken bereits das Rentenalter erreicht haben und nur noch schwer Nachfolgerinnen oder Nachfolger finden. Der bundesweite Streiktag ist deshalb ein verzweifelter Hilferuf unserer Apothekerinnen und Apotheker. Die Gesundheitsminister in Bund und Land sind aufgefordert, diesen Hilferuf endlich ernst zu nehmen.

Wir fordern eine ehrliche Diskussion über zeitgemäße und angemessene Apotheker-Honorare. Außerdem müssen die Lieferbedingungen für Medikamente endlich wirksam verbessert werden. Ein Lager von Arzneimitteln, Medikamenten und medizinischem Zubehör im Saarland, in dem nicht nur gelagert, sondern auch umgeschlagen wird, bleibt unsere Forderung. Wenn viele Träger mitmachen, wir weitere Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gewinnen, Kräfte bündeln und die Möglichkeiten der Digitalisierung engagiert nutzen, wird uns das gelingen. Das Saarland könnte Vorreiter und gutes Beispiel werden.“

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