CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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Starke Bildung für ein starkes Land: Beschluss von CDU-Landtagsfraktion und Landesvorstand der CDU Saar

Die CDU-Landtagsfraktion und der Landesvorstand der CDU Saar haben im Rahmen ihrer gemeinsamen zweitätigen Klausurtagung am 20. und 21. Januar in Mettlach ein Positionspapier zur Bildungspolitik verabschiedet. Unter dem Titel „Starke Bildung für ein starkes Land“ beziehen die CDU-Landtagsfraktion und der CDU-Landesvorstand Stellung zur Umsetzung der Inklusion, zum Ausbau der Ganztagsschule und zur Stärkung der Schulzufriedenheit.

„Im Mittelpunkt unserer Bildungspolitik steht die Schulzufriedenheit. Das saarländische Bildungssystem ist mit seinen Wahlfreiheiten vorbildlich. Abitur in acht oder neun Jahren; Gymnasium, Gemeinschaftsschule oder berufliche Schule; Ganztags- oder Halbtagsschule; inklusiver Unterricht oder Förderschule: Wir brauchen keine neuen Strukturdebatten sondern müssen den Fokus auf die Qualität des Unterrichts legen, denn es gibt noch Verbesserungsbedarf“, sagen der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Tobias Hans und der Generalsekretär der CDU Saar, Markus Uhl.

Inklusion

Wir treten weiterhin für eine Inklusion mit Augenmaß ein. Oberstes Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler in der Gesellschaft – mit oder ohne Behinderung. Im Vordergrund steht für uns dabei die Wahlfreiheit der Eltern: Sie sollen entscheiden, ob ihr Kind im individuellen Fall bessere Chancen in der Regelschule oder aber durch den Besuch einer Förderschule hat.

Unser Blick richtet sich vor allem auf die personellen Ressourcen an den Schulen. Inklusion mit Augenmaß bedeutet für uns, dass es im Bedarfsfall auch Korrekturen bei der Umsetzung geben kann. Wir setzen uns dafür ein, dass Förderschullehrer die entsprechenden Schüler in einer Kleingruppe unterrichten können.

Ausbau der Ganztagsschule

Auch bei den Ganztagsschulen hat das Prinzip der Wahlfreiheit für uns Priorität: Die Eltern müssen entscheiden können, ob sie eine 
Halbtags- oder Ganztagsbeschulung und ein gebundenes oder freiwilliges Angebot für ihre Kinder wünschen. Unabhängig von ihrer Entscheidung muss das angebotene Betreuungsmodell qualitativ hochwertig sein. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass ab dem Schuljahr 2018/2019 die in den Richtlinien vorgesehenen fünf Lehrerwochenstunden pro Gruppe im Nachmittagsbereich der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) personalisiert werden.

Schulzufriedenheit

Grundlage für bestmögliche Bildungsbedingungen ist der Schulfrieden. Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen müssen deshalb Maßnahmen zur stärkeren Schulzufriedenheit stehen. Wir wollen an der Gleichwertigkeit des in der saarländischen Verfassung festgeschriebenen Zwei-Säulen-Systems aus Gymnasien und Gemeinschaftsschulen, aber auch an den beruflichen Schulen festhalten. Es zeichnet uns im Saarland aus, dass Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Neigungen und Begabungen in unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten alle Abschlüsse erzielen können. Die Gleichwertigkeit dieser verschiedenen Säulen muss daher auch in Zukunft gesichert werden, insbesondere im Hinblick auf Klassengröße, Förderunterricht sowie Sach- und Personalausstattung. Für uns darf es keine Privilegierung und keine Benachteiligung einzelner Schularten geben.

Für alle Bereiche der Bildung – vom Kindergarten bis zum Schulabschluss – brauchen wir eine digitale Strategie für die Lehrpläne. Gerade die starken Veränderungen, die in der Arbeitswelt der Zukunft anstehen, verlangen eine digitale Ausstattung der Berufsbildungszentren.

 

Tobias Hans und Markus Uhl bewerten es positiv, dass die SPD auf ihrem Sonderparteitag am Sonntag mehrheitlich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gestimmt hat. „Es ist wichtig, dass wir für stabile Verhältnisse sorgen. Gerade die Vereinbarungen, die in den Sondierungen zu Bildungsfragen getroffen wurden, sind eine Chance für das Saarland. Die Sondierungsergebnisse sind aber auch in anderen Bereichen eine gute Basis für die anstehenden Verhandlungen. Nachbesserungen beim Diesel, Schutz von Wohneigentum in der Rente, Digitalisierung und Unterstützung für die finanzschwachen Kommunen – aus Sicht des Saarlandes gibt es gute Antworten auf wesentliche Zukunftsfragen unseres Landes.“

Hintergrund

Hier geht es zum Beschluss von CDU-Landtagsfraktion und Landesvorstand der CDU Saar: Starke Bildung für ein starkes Land