CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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13.11.2017

Leistungssportreform: Athleten sollen stärker in den Mittelpunkt rücken

Der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Schäfer, bewertet die Ergebnisse der Sportministerkonferenz (SMK) in St. Wendel positiv: „Es ist erfreulich, dass unter Leitung von Minister Klaus Bouillon große Einigkeit unter den Ländern mit Blick auf die weiteren Umsetzungsschritte der Leistungssportreform geherrscht hat. Es muss unser Ziel sein, dass die Athleten stärker in den Mittelpunkt der Reform rücken.“

 

Aus Schäfers Sicht ist insbesondere die sogenannte Positivliste mit möglichen Bundesstützpunkten (BSP), auf die sich die Länder geeinigt haben, ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Leistungssports. Diese Liste soll an den Bund adressiert werden. Nach einem Bewertungs- und Anerkennungsverfahren werde entschieden, welche Bundesstützpunkte verbleiben und welche wegfallen. Ursprünglich war angedacht, dass ca. 20 Prozent der 204 anerkannten Bundesstützpunkte im Rahmen der Reform wegfallen sollen. Jetzt solle jeder einzelne Stützpunkt, für den ein Antrag gestellt wird, in den Blick genommen werden. Im Rahmen einer Einzelprüfung solle entschieden werden, ob der jeweilige Bundesstützpunkt die sportfachlichen Kriterien sowie die Anerkennungskriterien des Bundesinnenministeriums (BMI) erfüllt. „Damit ist klar, dass die ursprüngliche 20-prozentige Reduzierung nicht in Stein gemeißelt ist, sondern bei entsprechender Qualität der Anträge auch eine geringere Reduktion der BSPe möglich ist“, erläutert Raphael Schäfer.

 

Mit Blick auf die Finanzierung der Leistungssportreform haben sich die Sportminister darauf verständigt, auf Arbeitsebene erneut mit dem BMI in Verhandlungen zu gehen. „Der Bundesgesetzgeber sollte sich im Rahmen der Haushaltsberatungen ernsthafte Gedanken darüber machen, ob die aktuell geplanten Finanzmittel von etwas über 160 Millionen Euro für eine gelungene Leistungssportreform ausreichend sind. Wenn man bei Olympischen Spielen erfolgreich sein möchte, wenn man die Erfolgspotentiale der Athleten fördern möchte und wenn man Athleten und Trainer finanziell adäquat ausstatten möchte, kostet das natürlich Geld. Daher gehe ich davon aus, dass bei den finanziellen Mitteln nochmal eine Schippe draufgelegt werden muss“, sagt der CDU-Sportexperte.

 

Raphael Schäfer: „Als ehemaliger Leistungssportler, ehemaliger Sportsoldat und A-Kaderathlet des DLV bin ich froh, dass Minister Klaus Bouillon im Frühjahr 2018 eine Sonder-SMK einberufen möchte und die Belange der Sportler in den Fokus rücken möchte. Die Athleten stehen im Mittelpunkt der Reform – mit ihren zukünftigen Resultaten steht und fällt der Erfolg dieser Leistungssportreform. In diesem Zusammenhang ist es gut, dass die Landesregierung seit einigen Jahren durch die Sportfördergruppe der Polizei einen Beitrag dazu leistet, die Rahmenbedingungen für Leistungssportler im Saarland zu verbessern. Auch die Vereinbarung im aktuellen Koalitionsvertrag zur Einrichtung spitzensportfreundlicher Ausbildungsstellen im gesamten öffentlichen Dienst im Saarland stimmen mich optimistisch.“

 

Medienkontakt

 
Jasmin Glutting

Jasmin Glutting

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