CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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17.08.2017

Herkunftssprachlicher Unterricht: Qualität an den Schulen geht vor

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner, ist skeptisch über den Vorstoß des Bildungsministeriums, zum Schuljahr 2018/2019 herkunftssprachlichen Unterricht in einzelnen Schulen anbieten zu wollen: „Es spricht nichts dagegen, muttersprachliche Kompetenzen in den Schulen zu fördern. Es ist in meinen Augen aber das völlig falsche Signal, zu diesem Zeitpunkt ausgebildete Lehrkräfte für Unterricht in Türkisch, Russisch oder Arabisch abzuziehen. Bevor wir solch ein neues Fass aufmachen, müssen wir erst einmal dafür sorgen, die Qualität des jetzigen Unterrichtes sicherzustellen!“

Zudem sollte der Fokus in den Augen des CDU-Bildungsexperten im ersten Schritt darauf liegen, den Schülern Grundkenntnisse  der Deutschen Sprache zu vermitteln. „Der Schlüssel zu einer gelungenen Integration ist das Erlernen unserer Sprache. Ohne ausreichende Deutschkenntnisse haben es die Schüler schwer – da hilft dann auch kein muttersprachlicher Ergänzungsunterricht.“

Frank Wagner gibt zu bedenken, dass aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen neue Herausforderungen entstehen werden. Er spricht sich dafür aus, zuerst den Hauptunterricht und die Nachmittagsbetreuung in den Blick zu nehmen: „Wir brauchen Lehrkräfte, damit keine Stunden ausfallen und die Schüler einen qualitativ hochwertigen Unterricht bekommen. Bevor wir jetzt darübernachdenken, zusätzlichen muttersprachlichen Ergänzungsunterricht durch ausgebildete Lehrkräfte anzubieten, sollte zunächst die Nachmittagsbetreuung ausgebaut werden, insbesondere an den Freiwilligen Ganztagsschulen. Wenn diese Baustellen aus dem Weg geräumt sind, können wir gerne über die Förderung von muttersprachlichen Kompetenzen reden.“

Medienkontakt

 
Jasmin Glutting

Jasmin Glutting

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