CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes


Klaus Meiser, MdL, Vorsitzender der
CDU- Landtagsfraktion

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ANTRAG der CDU-Landtagsfraktion, der FDP-Landtagsfraktion, und der B90/Grüne-Landtagsfraktion: Verbesserung der neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse – Reformierung des Bologna-Prozesses

Der Landtag wolle beschließen:

Durch die Umstellung der Studiengänge auf abgestufte Abschlüsse sowie die europäische Angleichung der Leistungsbewertung und Studiengestaltung sind die deutschen Hochschulen in einen umfassenden Reformprozess eingetreten. Zugleich wurden von der Bundesregierung mit dem Pakt für Forschung und Innovation, der Hightech-Strategie, dem Aufbau eines nationalen Stipendienprogramms sowie der Verbesserung des BAföG wichtige Maßnahmen zu Gunsten der Hochschulen und der Studierenden beschlossen.

 

Der Reformprozess der Hochschulen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschungslandschaft sind dabei weit vorangekommen. Bei der Umstellung der Studiengänge haben sich jedoch für Studierende, Hochschulen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Probleme ergeben. Gerade in den Bachelorstudiengängen sind mit einem rigiden Zeitkorsett und stark komprimierten, festgeschriebenen Studieninhalten die Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung für die Studenten stark eingeschränkt worden.

Der Landtag fordert deshalb die saarländische Landesregierung sowie die Vertreter der Hochschulen des Landes auf, gemeinsam mit den Studierenden:

1. an dem von der Bundesregierung initiierten „Bologna-Qualitäts- und Mobilitätspakt“ mitzuwirken, um die Bologna-Reformen durch die Weiterentwicklung der Studieninhalte, die Verbesserung der Lehre sowie die Betreuung und Beratung der Studenten voranzubringen. Die Möglichkeit der Persönlichkeitsbildung und der optimale Einstieg in das Berufsleben sind zu überprüfen.

2. bei der Neu- und Umgestaltung von Bachelorstudiengängen mehr Eigenverantwortung im Studium zu ermöglichen, indem Wahlmöglichkeiten ausgeweitet werden, ohne dass die Qualität der allgemeinen Ausbildung dabei leidet.

3. bei der Neu- und Umgestaltung von Bachelorstudiengängen die zeitlichen Rahmenbedingungen zu entzerren, um Zeit für ausbildungsbegleitende sowie ehren-amtliche Aktivitäten zu belassen. Durch einen Ehrenamtsfaktor sowie Teilzeit-Bachelor-Programme sollen insbesondere junge Mütter und Väter unterstützt werden.

4. bei der Neu- und Umgestaltung von Bachelorstudiengängen die Mobilität der Studierenden zu verbessern, damit die Zahl der Studierenden, die während ihres Studiums an einer Hochschule im Ausland studieren, erhöht werden kann.

5. die Arbeit der Universität der Großregion zur Verbesserung der Mobilität der Studierenden an den Partnerhochschulen Metz, Nancy, Liège, Luxembourg und Saarbrücken sowie den strategischen Partnern in Trier und Kaiserslautern weiter zu unterstützen. Bei dem Ausbau der gemeinsamen Studiengänge sowie der Bewältigung praktischer Probleme etwa durch die Einführung einer gemeinsamen Studierendenkarte mit einem gleichen Kanon an Rechten des einzelnen Studierenden an allen Hochschulen der Großregion kann die Universität der Großregion regional Vorbild für den gesamten Bologna-Prozess sein.

6. zur besseren Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt mehr qualifizierten Bachelor-Abschlussinhabern Zugang zu einem Master-Studium zu ermöglichen, ohne die Qualität der Masterabschlüsse zu gefährden.

B e g r ü n d u n g :

Erfolgt mündlich.