30. 06. 2009

ANTRAG der CDU-Landtagsfraktion: Das saarländische G8 hat sich bewährt

Der Landtag wolle beschließen:

Im Saarland wurde 2001 – nach fast zweijähriger solider Vorbereitung – das 8-jährige Gymnasium eingeführt. Die verkürzte Gymnasialzeit ist inzwischen bundesweiter Standard.

Das schnellere Erreichen der allgemeinen Hochschulreife ist auch der europäische Normalfall. Für die persönliche und berufliche Zukunft der deutschen Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, früher mit Studium und Ausbildung beginnen zu können. Denn der Arbeitsmarkt wird immer internationaler, zu lange Ausbildungszeiten wirken sich deshalb gerade in einem Grenzraum als Nachteil für unsere Schülerinnen und Schüler aus.

Die gestiegenen Anmeldezahlen – mittlerweile wechseln nach der Grundschule fast 40% eines Jahrgangs zum Gymnasium-, die gleich bleibende Quote beim Erreichen des Klassenziels und die sogar geringeren Abgängerzahlen während der kürzeren Gymnasialzeit beweisen die Leistungsfähigkeit und die Akzeptanz des neuen saarländischen Gymnasiums. Wie alle Schulformen ist es selbstverständlich kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Die Abiturienten von G8 und G9 waren sehr leistungsfähig und erfolgreich. Sie haben ihr Abitur auf gleich hohem Niveau abgeschlossen: Es gibt keine Qualitätsunterschiede im landesweiten G8/G9-Abiturnotenvergleich! Damit ist die von interessierter Seite geschürte Angstkampagne gegen das G8 mit klaren und eindeutigen Fakten widerlegt.

Der Landtag des Saarlandes fordert die Landesregierung auf,

• am nachgewiesen erfolgreichen G8 festzuhalten;

• die Lehrpläne am Gymnasium ständig weiterzuentwickeln. Basis sind hierfür die Praxiserfahrungen aus den ersten Jahrgängen und die mittlerweile geltenden Bildungsstandards;

• dafür Sorge zu tragen, dass an allen Gymnasien Ganztagsklassen angeboten und bedarfsgerecht eingerichtet werden. Ganztagsangebote werden für Eltern für Eltern schrittweise kostenfrei. So haben sie eine verlässliche Wahlfreiheit zwischen Halbtags- und Ganztagsform;

• die im kommenden Schuljahr beginnende besondere Förderung an Gymnasien dauerhaft zu etablieren. Dafür soll den Schulen ein Budget eingeräumt werden. Die Umsetzung soll den Schulen freigestellt bleiben;

• die bereits bis zur Klassenstufe 6 fortgeschrittene „Kleine-Klassen-Garantie“ aufwachsend auszubauen.

B e g r ü n d u n g : Erfolgt mündlich.

 

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