18. 11. 2008

GROSSE ANFRAGE der CDU-Landtagsfraktion: Zukunft braucht Erfahrung

Alter ist nicht in erster Linie Pflegebedürftigkeit und Krankheit, sondern Alter ist relative Gesundheit, Vitalität, Lebenserfahrung, Wissen, Neugier auf Neues, Bereitschaft zu sozialem und nachbarschaftlichem Engagement. Seniorenpolitik darf darum auch nicht auf das Thema Pflege reduziert werden.

 

Die Lebenserwartung der Menschen in unserem Land steigt. Dies ist eine Folge von positiv veränderten Lebensumständen: Medizinisch-technischer Fortschritt, Veränderungen der Arbeitsbedingungen durch Fortschritte im technischen und sozialen Arbeitsschutz und Verbesserung der Ernährungssituation sind beispielhaft zu nennende Faktoren, die diesen rasant verlaufenden Prozess verursacht haben. Da die Menschen länger fit und vital bleiben, ist diese Facette der demographischen Entwicklung für den Einzelnen keine Bedrohung, sondern eine Chance!

Ältere Menschen wollen sich in die Gesellschaft einbringen, sie sind bereit, ihre Lebenserfahrung anderen zur Verfügung zu stellen, und sie wollen am Leben mit all seinen Facetten teilhaben. Die Möglichkeiten zur aktiven Teilhabe älterer Menschen sind wesentliche Voraussetzungen für „aktives Altern“.

Ein Schwerpunkt der Politik der CDU-Landtagsfraktion und der CDU-geführten Landesregierung war und bleibt die Politik für ältere Menschen.

Wir fragen die Regierung des Saarlandes:

A. Demografische Entwicklung

1. Wie stellt sich die gegenwärtige Altersstruktur im Saarland dar und wie hat sie sich in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

2. Wie sehen die Prognosen für das Saarland bis 2030 aus?

3. Welche Aussagen gibt es über das gegenwärtige und zukünftige Geschlechterverhältnis in den unterschiedlichen Altersgruppen?

4. Welche Erkenntnisse bestehen über Selbstständigkeit/Unselbstständigkeit älterer Menschen?

5. Wie hoch ist der Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund und welche Entwicklung wird es hier geben?

B. Beschäftigungssituation

1. Wie stellt sich die Entwicklung der Beschäftigungssituation älterer Menschen in den letzten 10 Jahren dar (Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung) und welche Trends sind zu erwarten?

2. Wie beurteilt die Landesregierung den zu erwartenden Fachkräftebedarf ab 2010 und wie schätzt sie die Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Menschen ein?

3. Wie stellt sich die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dar?

4. Gibt es Erkenntnisse über die Erwerbstätigkeit von Rentnerinnen und Rentnern?

5. Welche Maßnahmen ergreift die CDU-Landesregierung um bei den Unternehmen die Bereitschaft zu fördern, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu beschäftigen und einzustellen?

6. In welchem Umfang sind Mittel der Arbeitsmarktförderung des Landes in die Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geflossen?

7. Welche Erfolge sind durch Arbeitsmarktprogramme des Landes im Hinblick auf die Wiedereingliederung älterer Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen und wie lassen sich diese quantifizieren?

C. Einkommen der Seniorinnen und Senioren

1. Wie ist die Verteilung der Einkommensarten und welche Merkmale kennzeichnen den Rentenbezug älterer Menschen (Höhe, Dauer, Verteilung, Eintrittsalter)?

2. Welche Entwicklungen im Bereich der Alterssicherung zeichnen sich ab?

3. Wie viele ältere Menschen, die nicht in Einrichtungen leben, erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt oder Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung?

4. Wie ist das Verhältnis von persönlichen Einkommen und Haushaltseinkommen?

5. Wie sieht die Vermögensstruktur älterer Menschen im Saarland aus

D. Familien

1. Wie stellen sich die Familienstrukturen älterer Menschen dar?

Liegen der Landesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie hoch der Anteil der allein lebenden älteren Menschen ist, wie viele ältere Menschen mit ihren Kindern in einem Haushalt leben, wie viele in räumlicher Nähe zu ihren Kindern leben, wie viele ältere Menschen von ihren Kindern bzw. ihren Verwandten gepflegt werden, wie hoch volkswirtschaftlich betrachtet der Transfer von älteren Menschen zu ihren (erwachsenen) Kindern einzuschätzen ist?

2. Wie beurteilt die Landesregierung den Stellenwert der Solidarität der Generationen innerhalb der Familien im Saarland?

3. Wie beurteilt die Landesregierung die Auffassung, dass angesichts der demografischen Entwicklung Familien in Zukunft mit der Versorgung und Betreuung älterer Menschen überfordert sein könnten und daher die Familiensolidarität durch gesellschaftlich oder privatwirtschaftlich organisierte institutionelle Lösungen ergänzt werden sollte?

4. Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ ins Leben gerufen. Wie beurteilt die Landesregierung die Möglichkeit zur Umsetzung dieses Programms im Saarland? Wie ist die Landesregierung und wie sind die saarländischen Landkreise, Städte und Gemeinden einbezogen in die Auswahl von Projekten? Wie beurteilt die Landesregierung die Absicherung der Nachhaltigkeit des Programms?

5. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung in Mehrgenerationsmodellen und wie werden diese unterstützt?

6. Gibt es im Saarland auch „Mehrgenerationendörfer“? Beabsichtigt die Saarländische Landesregierung, „Mehrgenerationendörfer“ zu fördern?

7. Welche Impulse bietet die saarländische Familienpolitik zur Absicherung der Generationensolidarität angesichts der demografischen Entwicklung im Saarland?

8. Wie beurteilt die Landesregierung die Diskussion um die Sterbehilfe mit Blick auf die innerfamiliäre Solidarität?

E. Gesundheit

1. Wie sieht die gesundheitliche Situation älterer Menschen im Saarland aus (qualitative und quantitative Aussagen)?

2. Welche Entwicklungen sind bezüglich Lebenserwartung, Morbidität und Krankheitsgeschehen absehbar?

3. Welche Chancen sieht die Landesregierung in der medizinischen Entwicklung für die Lebensqualität und Lebenserwartung älterer Menschen?

4. In welchem Umfang spielen Suchterkrankungen bei älteren Menschen eine Rolle?

F. Unterstützende Wohnformen

1. Welche Wohnformen werden von Senior/innen im Saarland bevorzugt und welchen Stellenwert haben dabei sog. unterstützende bzw. alternative Wohnformen?

2. Wie viele Seniorenpflegeheime werden im Saarland betrieben?

3. Welche neuen Wohnformen für Seniorinnen und Senioren hält die saarländische Landesregierung für zukunftsfähig?

4. Wie stellt sich die Entwicklung in den letzten 10 Jahren dar?

5. Wie wird der entsprechende Bedarf prognostiziert?

6. Wie hat sich die Qualität in der stationären Pflege der Seniorinnen und Senioren entwickelt?

7. Wie haben sich die Angebote für ambulante Betreuung seit dem Jahr 1989 entwickelt?

8. Wie unterstützt die Landesregierung die möglichst lange Erhaltung der Selbstständigkeit älterer Menschen?

9. Welche Kosten verursacht das Wohnen im Alter in einem Pflegeheim (differenziert nach Pflegestufen 0, 1, 2, 3) mit den dazu gehörenden Lebenshaltungskosten?

10. Wie viele ältere Menschen im Saarland beziehen Leistungen für Unterkunft und Heizung nach § 29 SGB XII (diff. nach Tabellen- und Pauschalwohngeld)?

11. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung für die senioren- und pflegegerechte Wohnungsberatung vor Ort sowie den notwendigen alters- und behindertengerechten Wohnungsbau durchgeführt, unterstützt, angeleitet?

G. Mobilität im Alter

1. Wie werden die Mobilitätsbedürfnisse von Seniorinnen und Senioren im Saarland realisiert?

2. Welche Besonderheiten ergeben sich im Verkehrsverhalten älterer Menschen?

3. Welche besonderen Bedürfnisse haben Seniorinnen und Senioren als Verkehrsteilnehmer?

4. Wie stellt sich die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere der ÖPNV, im ländlichen Raum für ältere Menschen dar?

5. Wie hoch sind die Zahlen der im Straßenverkehr verunglückten Seniorinnen und Senioren in den letzten 10 Jahren (differenziert nach Geschlecht und Verkehrsmittel)?

6. Wie viele Verkehrsunfälle werden jährlich von Seniorinnen und Senioren verursacht?

7. Wie verbessert die Landesregierung die Sicherheit älterer Menschen als Fußgänger im öffentlichen Raum?

8. Wie wird die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes nachhaltig verbessert?

9. Wie viele Seniorinnen und Senioren besitzen einen Führerschein und einen Pkw und welche Auswirkungen und Besonderheiten hat die Automobilität im Alter?

10. Wie hat sich die Zahl der Zulassungen von Pkw durch Seniorinnen und Senioren in den letzten 15 Jahren entwickelt?

H. Interessenvertretung von Seniorinnen und Senioren

1. Welche Gremien, Formen der Interessenvertretungen für ältere Menschen (wie z.B. Seniorenbeauftragte und Seniorenbeiräte, nach Landkreisen aufgeschlüsselt) gibt es im Saarland?

2. Wie werden sie gefördert?

I. Lebensgestaltung von Seniorinnen und Senioren

1. Welche Erkenntnisse hat die moderne Altersforschung über die Veränderung im Selbstbild älterer Menschen?

2. Welche Möglichkeiten bestehen, die Lebenssituation älterer Menschen wirkungsvoll zu verbessern?

J. Entwicklungen und Perspektiven des Zusammenlebens

1. Wie sichert die Landesregierung älteren Menschen mit Behinderungen eine möglichst weitgehende Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft?

2. Welche Projekte für generationsübergreifende Angebote und Einrichtungen gibt es im Saarland (Förderung von Kultur, Bildung, Freizeit, Sport)?

K. Ältere Menschen und ehrenamtliches Engagement

1. Welche Aussagen können seitens der Landesregierung über die Anzahl derjenigen älteren Menschen im Saarland gemacht werden, die ehrenamtlich tätig sind (Unterscheidung nach Altersgruppen und Geschlecht)?

2. In welchen Bereichen sind ältere Personen im Saarland vorwiegend tätig (Aufgliederung nach Geschlecht und Tätigkeitsfeldern wie Kultur, Sozialarbeit, Kirchen, Sport, Politik etc.)?

3. Wie viele ältere Saarländerinnen und Saarländer sind ehrenamtlich in Vereinen tätig?

4. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Art und Umfang des ehren-amtlichen Engagements älterer Menschen im Saarland im Bereich der Kommunalpolitik?

5. Wie schätzt die Landesregierung das noch vorhandene Potenzial für weiteres ehrenamtliches Engagement älterer Saarländerinnen und Saarländer ein?

6. Welche Vorstellungen, Konzepte oder Pläne hat sie, dieses Potenzial zu aktivieren?

7. In welcher Weise wird im Saarland das ehrenamtliche Engagement von Senioren/innen bzw. ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unterstützt?

8. Gibt es Überlegungen der Landesregierung, durch gesetzliche Maßnahmen, wie z. B. die weitere Ausdehnung von Unfall- und Haftpflichtversicherungen oder Initiativen für steuerliche Erleichterungen, ehrenamtliche Tätigkeiten Älterer stärker als bisher zu fördern?

9. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, durch ehrenamtliches Engagement von Seniorinnen und Senioren, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen zu verbessern und wie gedenkt sie diese Entwicklung zu unterstützen?

10. Welche Maßnahmen und Projekte intergenerativer Zusammenarbeit gibt es im Saarland? Werden diese durch die Landesregierung gefördert? Wenn ja, in welcher Weise und in welcher Höhe?

11. Welche Bedeutung misst die Landesregierung den Seniorenvertretungen auf Landes- und kommunaler Ebene zu?

12. Gibt es im Saarland spezielle Möglichkeiten zur Förderung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von Frauen?

13. Gibt es im Saarland spezielle Möglichkeiten zur Förderung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements von älteren Menschen mit Migrationshintergrund?

L. Soziale Netzwerke

1. Wie erfolgt die Stabilisierung sozialer Netzwerke für Seniorinnen und Senioren (insbesondere bei Alleinstehenden und Pflegebedürftigen)?

2. Welche Formen organisierter Nachbarschaftshilfe mit dem Schwerpunkt Seniorenförderung lassen sich im Saarland beobachten?

3. Wie können informelle außerfamiliäre Netzwerke generell gefördert werden?

4. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Landesregierung, um die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern?

M. Medizinische Versorgung

1. Wie beurteilt die Landesregierung die gegenwärtige medizinische Versorgung älterer Menschen?

2. Wie erfolgt der Ausbau von bestehenden Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention?

3. Welche Ansätze können durch die Vernetzung von Rehabilitation und Pflege weiter vorangetrieben werden?

4. Wie sieht die Landesregierung die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Krankenhausversorgungsstruktur für Seniorinnen und Senioren?

5. Wie werden die Angebote der geriatrischen Akutversorgung und der Rehabilitation sowie der Ganztagspsychiatrie weiter verbessert?

6. Welche Weiterentwicklung in der Gerontologie gibt es? Welche Möglichkeiten des Ausbaus von Beratungsangeboten für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörigen gibt es im Saarland?

7. Wie ist die ambulante ärztliche Versorgung älterer Menschen besonders im ländlichen Raum für die Zukunft gesichert?

8. Welche Maßnahmen gibt es im Saarland, um dem drohenden Ärztemangel wirksam entgegen zu wirken?

N. Pflegerische und vorpflegerische Versorgung

1. Wie stellt sich die pflegerische Versorgung im Saarland dar?

2. Sind hierbei regionale oder sonstige Unterschiede festzustellen?

3. In welchen Landkreisen gibt es gegenwärtig Altenhilfepläne und wann wurden diese beschlossen?

4. In welchen Landkreisen, die noch keinen Altenhilfeplan haben, wird an solchen Dokumenten gearbeitet?

5. Wie hat die Landesregierung bisher die Altenhilfeplanung in den Kommunen unterstützt?

6. Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um die gesellschaftliche Anerkennung von Pflegetätigkeiten zur erhöhen?

7. Welche Fördermaßnahmen sind geplant, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu stärken?

8. Wie ist in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen die Betreuung und Pflege psychisch kranker und altersverwirrter Menschen sichergestellt und welche quantitativen und qualitativen Mängel sind in den einzelnen Versorgungsbereichen gegebenenfalls festgestellt?

9. Welche Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation hat das Land?

10. Wie ist die Lebenssituation Demenzerkrankter zu beurteilen?

11. Welche Maßnahmen gibt es im ambulanten Bereich?

12. Wie bewertet die Landesregierung die Zusammenarbeit von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen im Saarland und welche Verbesserungen müssen erfolgen?

13. Welchen Stellenwert hat der Verbraucherschutz in diesem Bereich?

14. Wie kann dem Wunsch älterer Menschen nach einem möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung durch Maßnahmen der Wohnraumanpassung entsprochen werden?

15. Welche Angaben können derzeit über den Stand der Versorgung im Betreuten Wohnen getroffen werden?

16. Welche regionalen und angebotsbezogenen Unterschiede gibt es?

17. Wie stellt sich die Situation von Menschen mit Behinderung in der Eingliederungshilfe nach dem 65. Lebensjahr dar?

18. Sind der Landesregierung Fälle von Fehlpflege in den vergangenen Jahren bekannt und wenn ja, was wurde von Seiten der Landesregierung unternommen, um Missstände für die Zukunft zu vermeiden?

O. Seniorenpflegeausbildung

1. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um auch zukünftig eine in qualitativer Hinsicht anforderungsgerechte Seniorenpflegeausbildung sicherzustellen?

2. Welchen Handlungsbedarf sieht die Landesregierung im niedrigschwelligen Ausbildungsbereich?

P. Sterben in Würde

1. Welche Bedingungen zum Sterben in Würde sind geschaffen worden und welche Maßnahmen müssen noch ergriffen werden?

2. Welche Möglichkeiten und Angebote zum Ausbau der Sterbebegleitung gibt es?

3. Wie haben sich die Bedingungen für die Hospizarbeit in den letzten 10 Jahren entwickelt?

4. Wie erfolgt die fachliche Qualifikation und Begleitung der in der Hospizarbeit tätigen Ehrenamtlichen?

5. Wie hat sich die palliativmedizinische Versorgung in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Q. Freie Wohlfahrtspflege

1. Welche Rolle und Bedeutung wird der Freien Wohlfahrtspflege für Seniorinnen und Senioren zuteil?

2. Wie bringen Seniorinnen und Senioren sich selbst in die Tätigkeitsbereiche der Freien Wohlfahrtspflege ein?

R. Freizeit, Reisen, Sport

1. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über das Freizeit- und Reiseverhalten von Seniorinnen und Senioren im Saarland?

2. Welche Möglichkeiten gibt es im Saarland für seniorengerechtes Reisen?

3. Welche Möglichkeiten haben Hilfe- und Pflegebedürftige in diesem Bereich?

4. Welchen Stellenwert räumt die Landesregierung der Förderung der Seniorenerholung ein?

5. Wie viele Seniorinnen und Senioren sind in Sportvereinen organisiert?

6. Welche Möglichkeiten gibt es derzeit für Seniorinnen und Senioren insbesondere für den altersgerechten Sport?

7. Welche Konzepte haben die Sportorganisationen in Hinblick auf die demografische Entwicklung für den Seniorensport entwickelt?

8. Liegen Informationen vor, wie viele Seniorinnen und Senioren sich in Sportvereinen ehrenamtlich, z. B. als Übungsleiterin und Übungsleiter, engagieren?

9. Welchen Stellenwert haben die traditionellen Seniorentages- und sonstigen Begegnungsstätten im Saarland?

S. Bildung, Wissenschaft und Forschung

1. Wie werden Kinder und Jugendliche mit den Themen „Alter, älter werden“ und „Umgang mit Senioren“ vertraut gemacht?

2. Inwiefern befassen sich die saarländischen Lehrpläne mit diesen Themen?

3. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Belastungsfähigkeit der älteren Lehrkräfte zu erhalten und ggf. zu stärken?

4. Wie stellen sich die verschiedenen Einrichtungen des saarländischen Bildungswesens (einschließlich der Erwachsenenbildung) auf die Herausforderungen des lebenslangen Lernens ein?

5. Welche Rolle spielen Seniorinnen und Senioren in den Hochschulen als Studierende und als Nutzerinnen und Nutzer von Weiterbildungsangeboten der Hochschulen?

6. Welche Studiengänge werden Seniorinnen und Senioren von saarländischen Hochschulen angeboten und wie nehmen Seniorinnen und Senioren diese an?

7. Welche Bedeutung misst die Landesregierung den Möglichkeiten eines Seniorenstudiums bei und wie gedenkt sie, die Bedingungen für ein solches Studium an Veränderungen (auch demografische) anzupassen?

8. Welche Beiträge liefern saarländische Hochschulen zur Altersforschung?

9. Welche Lücken sind im Bereich der Altersforschung erkennbar?

10. Wie gestaltet sich die offene Seniorenarbeit im Saarland?

T. Kultur

1. Welche kulturellen Angebote für Seniorinnen und Senioren gibt es und wie stellt sich die Situation in den Städten und ländlichen Regionen dar (Strukturen einer aktivierenden Seniorenpolitik im kulturellen Bereich)?

2. In welchen kulturellen Bereichen sind Seniorinnen und Senioren vor allem selbst aktiv und wie bereichern sie mit ihren Angeboten das Zusammenleben in unserer Gesellschaft?

U. Sicherheit

1. Wie viele Seniorinnen und Senioren werden jährlich Opfer einer Straftat?

2. Welche Maßnahmen gibt es oder sind in Planung, die auf die spezifischen Sicherheitsbedürfnisse älterer Menschen abstellen?

3. Wie bewertet die Landesregierung die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Gremien der Seniorenvertretung?

V. Medien

1. Welche qualifizierten Angebote für Seniorinnen und Senioren gibt es in den klassischen Medien, wie stellt sich das Konsumverhalten dar?

2. Welche qualifizierten Angebote gibt es in den neuen Medien, wie stellt sich das Konsumverhalten dar?

3. Wird ein Bedarf an weitergehenden Angeboten gesehen?

4. Welche Möglichkeiten gibt es für Seniorinnen und Senioren, selbst aktiv an Medienangeboten mitzuwirken?

W. Medienkompetenz

1. Wie schätzt die Landesregierung den Umgang älterer Menschen mit modernen Medien ein?

2. Welche Medienkompetenz besitzen ältere Menschen?

3. Welche altersgruppen- und geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt es?

4. Welche Partner gibt es im Saarland zur Stärkung der Medienkompetenz älterer Menschen?

5. Welche Erfahrungen im Umgang mit neuen Medien gibt es in Ballungsräumen und im ländlichen Bereich?

6. Welche Perspektiven sieht die Landesregierung im Bereich der innerbetrieblichen Weiterbildung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, Ausbau vorhandener Qualifizierungsangebote?

7. Welche Bedeutung misst die Landesregierung dem Konzept des lebenslangen Lernens zur Verbesserung und Entwicklung der Medienkompetenz älterer Menschen bei?

X. Ruhestand und Alter

1. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Probleme, die beim abrupten Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand in wirtschaftlicher, sozialer, gesundheitlicher, psychischer und sonstiger Hinsicht auftreten? Gibt es dazu Erkenntnisse über geschlechtsspezifische Unterschiede?

2. Gibt es im Saarland Angebote zur Vorbereitung auf Ruhestand und Alter und wenn ja, welche? Werden diese von der Landesregierung unterstützt und wenn ja, wie?

3. Wie beurteilt die Landesregierung in dieser Hinsicht die Bedeutung von flexiblen Regelungen bezüglich des Ausscheidens aus dem Berufsleben, Vorruhestandsregelungen und sonstiger Möglichkeiten des gleitenden Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand?

4. Wie hoch ist die Anzahl und der Anteil der berufstätigen Menschen im Saarland, die vor Erreichen des 65. Lebensjahres aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden?

5. Wie hoch ist die Anzahl und der Anteil der Seniorinnen und Senioren, die trotz Erreichen des 65. Lebensjahres weiter berufstätig sind, und in welchen Bereichen ist das vorwiegend der Fall?

6. Welche Möglichkeiten haben ältere Menschen im Saarland,

a) sich fort- und weiterzubilden?

b) ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten an jüngere Menschen weiter zu geben? 7. Sind der Landesregierung Beispiele in saarländischen Betrieben und Verwaltungen bekannt, in denen die beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen ehemaliger Beschäftigter nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben weiterhin genutzt werden?

8. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, sog. „junge Alte“ – auch Personen, die sich beispielsweise im Vorruhestand oder in Altersteilzeitmodellen befinden – noch mehr als bisher zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen ehrenamtlichen Engagements zu motivieren?

Y. Betreuungsrecht

1. Wie viele Personen stehen im Saarland unter Betreuung (gegliedert nach Alter, Geschlecht und Nationalität)?

2. Wer übernimmt die Betreuung (Familienangehöriger, Berufsbetreuer, Betreuungsverein, Gericht)? Gibt es im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen Wandel hin zu mehr gerichtlich bestellten Betreuern?

3. Was tut die Saarländische Landesregierung, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren über die Themen Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?

 

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