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Helma Kuhn-Theis

Helma Kuhn-Theis, MdL

Helma Kuhn-Theis (MdL): Gewinnabschöpfung bei Saargummi nicht auf Kosten der Belegschaft

„Es ist mehr als schlechter Stil der Saargrummi-Unternehmensleitung, wenn jetzt abermals rund 180 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Befremdlich ist dabei, dass das Land als Bürgschaftsgeber das aus den Medien erfahren muss" kommentiert Helma Kuhn-Theis (MdL), stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, die neuen Entwicklungen beim bisher größten Arbeitgeber im Hochwald.

Helma Kuhn-Theis fordert die Geschäftsleitung von Saargummi jetzt auf, die angekündigten Entlassungen nicht vorzunehmen. „Es könnte der Eindruck erweckt werden, dass der Standort Büschfeld systematisch geopfert werden soll. Leidtragende sind die Beschäftigten und ihre Familien. Auf ihren Rücken wird das katastrophale Missmanagement wechselnder Geschäftsführungen ausgetragen", so Helma Kuhn-Theis.

Sich schon wieder mit den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise herausreden zu wollen, lässt die Abgeordnete nicht mehr gelten. „Erst im März dieses Jahres ist ein Sozialplan ausgehandelt worden, um den Abbau von 180 Arbeitsplätzen abzufedern. Das Land hat sich mit einer Bürgschaft von 17 Millionen engagiert um den Standort Büschfeld dauerhaft zu erhalten. Die neue Hiobsbotschaft des Autozulieferers Saar-Gummi ist ein Schlag in Gesicht gegenüber der Belegschaft und ein Vertrauensbruch gegenüber der Landesregierung. Diese Vorgehensweise ist so nicht hinnehmbar", so Kuhn-Theis. Sie appelliert an die Geschäftsleitung, die Existenz des Unternehmens durch sinnvolle Investitionsmaßnahmen, Anpassung der Produktpalette an die Anforderungen des Markte sowie Entwicklung von Innovationen zu gewährleisten, statt die Rendite der Kapitaleigner permanent bei den Mitarbeitern einzufordern.

„Das Land hat in den vergangenen Monaten in vorbildlicher Weise auf die Auswirkungen der Krise reagiert, das zeigen auch die heute für das Saarland vorgelegten Arbeitsmarktzahlen. Um dort, wo es nötig ist, helfen zu können, hat die Landesregierung im vergangenen Jahr den Betrag für Ausfallbürgschaften sowie die Mittel für Risikokapital massiv angehoben, um damit Arbeitsplätze zu sichern. Dass dies gelungen ist, belegt der aktuelle Stand der Arbeitslosigkeit im Saarland, der fast auf dem Niveau der Vorkrisenzeit liegt. Damit entfällt das Schein-Argument von Saargummi, weiterhin unter der Krise zu leiden."

Um jetzt den Eindruck zu vermeiden, die Saargummi-Eigner hätten sich gerne mit öffentlicher Hilfe durch die Krise bringen lassen, um anschließend den Rahm abzuschöpfen, wäre es geboten, nötige Einsparungspotenziale nicht bei der Belegschaft zu realisieren.

 

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