„Die saarländische Hochschullandschaft ist im Bundesvergleich finanziell gut ausgestattet und für ihre Aufgaben gerüstet. Sie braucht den Vergleich weder bei den Finanzen noch bei weiteren Kriterien mit anderen Flächenländern zu scheuen“ erklärt Thomas Schmitt, haushaltspolitischer Sprecher und parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.
Die von Universitätspräsident Linneweber vorgetragene Kritik an der Finanzausstattung der Saar-Uni ist angesichts von 171,3 Millionen Euro, die alleine für die Universität zur Verfügung stehen, kaum nachvollziehbar. „Zu diesen 171,3 Millionen kommen weitere 11,4 Millionen dazu, mit denen der Wegfall der Studiengebühren kompensiert wird. Damit stehen der Saar-Uni pro Jahr rund 183 Millionen Euro zur Verfügung. Angesichts der Haushaltslage des Landes kann unter den gegebenen Umständen und ganz besonders mit Blick auf die Situation in anderen Bundesländern wirklich nicht geklagt werden.“
Vergleicht man die Uni-Investitionen der Länder im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, liegt das Saarland mit seinen Ausgaben für die Hochschulinvestitionen im oberen Mittelfeld und noch vor Rheinland-Pfalz und Hessen sowie gleichauf mit Bayern. Thomas Schmitt: „Bei der außeruniversitären Forschung, zu denen die an der Uni angesiedelten so genannten An-Institute zählen, belegt das Saarland als Nehmerland sogar einen Spitzenplatz noch vor Bayern, das zu den Geberländern zählt.“
Ebenfalls überdurchschnittlich gut ist im Saarland die Betreuungsrelation zwischen Zahl der Professoren und Studierenden. Auch hier stellt sich die Situation im Saarland im Bundesvergleich überdurchschnittlich gut da. Angesichts der durch die Einnahmen aus den Studiengebühren, die jetzt wegfallen, vom Land aber voll kompensiert werden, verbesserten Situation an der Uni zieht es auch deutlich weniger Studierende weg von Saarbrücken. Thomas Schmitt: „Die Wanderungsbilanz verbessert sich immer deutlicher. Im Wintersemester 2008/09 sank der Saldo deutlich. Auch das ist ein deutliches Zeichen für die Attraktivität der saarländischen Hochschulen.“
Thomas Schmitt: „Im Schnitt gibt das Saarland pro Student mehr aus, als andere Bundesländer. Angesichts dieser Zahl und mit einem nüchternen Blick auf den Landeshaushalt ist die Kritik der Universitätsleitung nicht nachvollziehbar.“