
Dagmar Heib (MdL): Schulbuch-Listen sind Beweis der pädagogischen Freiheit an den Schulen – neue Leihgebühren noch immer weit unter Neuanschaffungskosten
Die neuen Schulbuchlisten für das Schuljahr 2010 sorgen an vereinzelten Schulen für höhere Leihgebühren im Rahmen der Schulbuchausleihe.
Dagmar Heib, familienpolitische Sprecherin und Mitglied im Bildungsausschuss des saarländischen Landtags: „Trotz einzelner Anhebungen bleibt die Ausleihgebühr eine Entlastung für die Eltern von Schulkindern, weil die Leihgebühren auch künftig nur ein gutes Drittel des Betrages sind, der bei einem Kauf zu zahlen wäre.“
Für die höheren Leihgebühren gibt es unterschiedliche Gründe. Stichproben haben gezeigt, dass gerade in den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern im kommenden Schuljahr vergleichsweise teure Bücher angeschafft werden. „Die Schulen gestalten die Bücherlisten. Dies ist ausdrücklich gewünscht und auch ein Bestandteil pädagogischer Freiheit“ so Dagmar Heib.
Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, dass aktuelles Unterrichtsmaterial zum Einsatz kommt. „Das sind wir den Kindern und dem Anspruch an eine qualitativ hochwertige Bildung schuldig“ erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete. Durch die Möglichkeit der Ausleihe kommen nunmehr auch Bücher in Betracht, die bislang wegen überdurchschnittlich hoher Anschaffungskosten einfach nicht genutzt werden konnten, obwohl dies pädagogisch sinnvoll gewesen wäre. Wünschenswert wäre beim Verfahren eine verbesserte Kommunikation zwischen einzelnen Schulen und Eltern, um hier die Entscheidungen für das Leihsystem einfacher zu gestalten.
„Grundsätzlich schafft die im vergangenen Jahr eingeführte Schulbuchausleihe ein hohes Maß an Bildungsgerechtigkeit. Auch wenn die Gebühr nun an einzelnen Schulen ansteigt, bleibt sie dennoch rund zwei Drittel unter den Anschaffungskosten, die beim privaten Kauf anfallen würden. Das ist eine spürbare und sinnvolle Entlastung für Eltern von Schulkindern. Das Leihsystem hat gegenüber der generellen Lernmittelfreiheit zudem den entscheidenden Vorteil, dass die Bücher alle drei Jahre vollständig neu angeschafft werden, so dass die Schüler stets die aktuellen Auflagen vorliegen haben.“
Dass das System im ersten Jahr nach seiner Einführung hier und da noch optimiert werden kann, ist nicht außergewöhnlich, schließlich gab es mit dem Verfahren keine Erfahrungen aus der Vergangenheit. Diesbezüglich erinnert die CDU-Bildungspolitikerin nochmals an die im Einführungsjahr 2009/2010 angedachte Einführung einer Höchstgrenze für die Leihgebühr, die jeweils auf die Bedürfnisse einzelne Schulformen zugeschnitten sein muss.