Als „Fortsetzung einer bildungspolitischen Irrfahrt“ bewertet Hermann Scharf, Sprecher für Behindertenpolitik, Äußerungen der Linken-Landtagsabgeordneten Spaniol zur Integration behinderter Schüler in Regelschulen. „Nach dem irrsinnigen Wahlkampf-Spruch „Abitur für alle“ der Linken folgt jetzt der nächste nicht ernst zu nehmende Vorschlag mit der Forderung einer Regelschule für alle“, so Hermann Scharf.
Der CDU-Landtagsabgeordnete und Sprecher für Behindertenpolitik verweist auf die Notwendigkeit, behinderten Kindern eine bestmögliche und individuelle Förderung gemäß ihren Stärken und Schwächen zukommen zu lassen. Hermann Scharf: „Dabei muss diese Förderung immer am einzelnen Kind individuell orientiert und an seinem Wohle ausgerichtet sein.“„Ziel ist die dauerhafte Etablierung eines Drei-Säulen-Konzeptes mit Verstärkung der bereits vorhandenen Integrationsmaßnahmen, der Erhaltung der Förderschulen in einer guten Qualität sowie den gleichzeitig verstärkten Einsatz von Förderschullehrkräften an Förderschulen“, so Gisela Rink, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Dazu sollen die Eltern ein echtes Wahlrecht zwischen Regel- und Förderschulen erhalten unter besonderer Berücksichtigung des Kindeswohles. „Die Forderung der Linken zeugt von mangelnder Sachkenntnis und fehlendem Bewusstsein für die Behinderten. Die Linken setzen mit derart plakativen Forderungen ihre bildungspolitische Irrfahrt hartnäckig fort“, so Hermann Scharf.Das Saarland belegt im Vergleich mit anderen Bundesländern einen guten fünften Platz bei der Integration behinderter Schüler in Regelschulen. Gisela Rink: „Im Bundesdurchschnitt werden etwa 17 Prozent aller behinderten Kinder integrativ an Regelschulen beschult, im Saarland liegt dieser Anteil mit über 30 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt.“ 25.02.2010/ 3332010