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Gisela Rink

Gisela Rink, MdL

Gisela Rink (MdL): Schlechtes Schulbeispiel der DDR sollte in der Mottenkiste bleiben

Am morgigen Donnerstag vor 45 Jahren, am 25. Februar 1965, trat in der damaligen DDR das „Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem“ unter Bildungsministerin Margot Honecker (!) in Kraft. Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion erinnert anlässlich des 45. Jahrestages dieses DDR-Gesetzes an die Sinnlosigkeit sämtlicher DDR-Versuche, unter dem Deckmäntelchen der Chancengleichheit eine Zwangs-Einheitsschule zu etablieren.

 „Die DDR tarnte ihr Bildungssystem mit dem Ruf, dass alle Kinder unabhängig von Geschlecht, Abstammung und sozialer Herkunft gleiche Zugangschancen zu den Bildungsmöglichkeiten der DDR haben sollten. Die Realität sah anders aus. Gleichzeitig verschwieg man in der DDR, dass dieses Bildungssystem unter dem grundsätzlichen Vorsatz der Einheitlichkeit, Staatlichkeit, Weltlichkeit und Parteilichkeit stand. Durch die schulische Gleichmacherei sicherte sich das Regime in enormem Maße die Beeinflussung der gesamten Jugend der DDR. Ziel war es, durch gleichartige Bildung eine allseits begabte sozialistische Persönlichkeit zu entwickeln. Diese Schulart raubte jungen Menschen die Persönlichkeit und presste sie durch ein sozialistisches Einheitsförmchen.“Gleichzeitig verboten waren durch die Monopolstellung im Bildungsbereich der DDR konfessionelle oder private Bildungseinrichtungen. „Anlässlich des 45. Jahrestages dieses bildungsfernen Gesetzes muss daran erinnert werden, dass der Hang zur Gleichmacherei in der Bildung keinesfalls sinnvoll ist. Eine individuelle Schulausbildung, angepasst an die Fähigkeiten des Schülers, muss durch Förderung, aber auch durch Forderung, zum Erfolg gebracht werden, nicht aber durch ideologische Staatsvorgaben und politisch motivierte Bildungsgrenzen. Eine sehr individuelle Schulausbildung bietet sich heute mit einem vielschichtigen Bildungsangebot mit Grundschule, Förderschule, erweiterten Realschulen, den Gesamtschulen und selbstverständlich auch dem wichtigen Gymnasium. Hinzu kommen die Angebote freier und konfessioneller Schulträger“ so Gisela Rink. „Wichtig bleibt es, festzuhalten, dass der sozialistische Hang zur Gleichmacherei nicht durch den wiederkehrenden Ruf der Chancengleichheit getarnt wird. Wir brauchen keine Chancengleichheit, sondern Chancengerechtigkeit. Die Zwangs-Einheitsschule der DDR war und bleibt ein schlechtes Schulsystem, das Kinder ihrer aufgeweckten, neugierigen, kritischen und interessierten Forscherseele beraubt. Darum ist sie ein Fall für die Mottenkiste der Geschichte“, so Gisela Rink abschließend.

24.02.2010/ 3262010

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