CDU - Fraktion im Landtag des Saarlandes
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01.02.2018

Schüler mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung: Bildungs-Arbeitskreis für Sofortmaßnahmen

Der Bildungs-Arbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion macht sich angesichts einer zunehmenden Zahl von Kindern mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung an saarländischen Schulen für Sofortmaßnahmen stark. „Das Problem betrifft alle Schulformen. Wir müssen schnellstmöglich handeln und dafür sorgen, dass die Schüler mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung angemessen unterrichtet und die Lehrkräfte sowie die Klassengemeinschaften entlastet werden. Wir haben ein Paket mit Lösungsvorschlägen erarbeitet: Mit der Einrichtung von Begleitklassen für soziale Entwicklung, der Einrichtung eines mobilen Beratungsteams und durch die Entbürokratisierung von Schulordnungsmaßnahmen könnten wir schnelle Abhilfe schaffen“, sagt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner.

Sofortmaßnahmen: Begleitklassen für soziale Entwicklung

 Analog zur Wiedereinführung der Sprachförderklassen ab dem kommenden Schuljahr soll es nach dem Willen der CDU-Landtagsfraktion in jeder Schulregion Begleitklassen für soziale Entwicklung geben. „Schüler mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung können in Kleingruppen von Förderschullehrern unterrichtet werden. Ziel ist es, sie dort in akuten Problemsituationen speziell zu fördern undb zu unterstützen, damit sie nachher wieder inklusiv am Klassenunterricht teilnehmen können“, erläutert Wagner. Bei der Einrichtung dieser Begleitklassen setzt der Bildungs-Arbeitskreis auf die Expertise der Förderschulen für soziale Entwicklung im Saarland. Frank Wagner: „Wir stehen in engem Austausch mit den Förderschulen. Die Lehrer leisten dort hervorragende Arbeit und sind aufgrund ihrer Erfahrung mit auffälligen Schülern die idealen Ratgeber.“

Sofortmaßnahmen: mobiles Beratungsteam

Als weitere Sofortmaßnahme regt der Bildungsarbeitskreis die Einrichtung eines mobilen Beratungsteams in jedem Landkreis an. Diese multiprofessionellen Teams (Schulpsychologie, Jugendhilfe, Sozialarbeit, Therapie, Gesundheitswesen und Schulrecht) sollen zu festen Terminen an die Schulen kommen. „Ziel ist es, ein Netzwerk von Fachkräften zu etablieren, das den Schulen unterstützend und beratend zur Seite steht“, erklärt der CDU-Bildungsexperte.

Sofortmaßnahmen: Entbürokratisierung von Schulordnungsmaßnahmen

Darüber hinaus fordert der Bildungs-Arbeitskreis die Entbürokratisierung des Verfahrens zur Umsetzung von Schulordnungsmaßnahmen. „Momentan dauert es zu lange, erzieherische Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Wir sollten es Schulleitern und Lehrern durch ein verändertes Verfahren ermöglichen, schneller zu handeln, so dass sie Schülern bei Fehlverhalten ihre Grenzen aufzeigen können“, sagt Wagner.

Der Bildungs-Arbeitskreis ist der Überzeugung, dass es sich bei der steigenden Zahl von Kindern mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, das jetzt auch an den Schulen ankommt. Frank Wagner: „Langfristig brauchen wir einen Masterplan. Wir müssen den Schulen jetzt aber schnell ein Signal geben, dass wir sie bei den Herausforderungen nicht alleine lassen. Die Sofortmaßnahmen könnten Abhilfe schaffen. Davon profitieren sowohl die Schüler, als auch die Lehrer!“

Medienkontakt

 
Jasmin Glutting

Jasmin Glutting

Pressesprecherin

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